Nach dem Fortschritt der Demokratisierung in Afrika in den neunziger Jahren ist in den letzten Jahren eher Stagnation und Rückschritt zu beobachten, wie insbesondere die gewaltsamen Ausschreitungen
nach den Wahlen in Nigeria, Kenia und Simbabwe zeigen. Die Ausnahme von diesem Trend bildeten die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Ghana am 7. Dezember 2008, die erneut zu einem demokratischen
Machtwechsel führten.
Sebastian Elischer hat in der Reihe GIGA-Focus eine Studie über die Wahlen in Ghana verfasst (www.giga-hamburg.de/giga-focus) und im Afrika-Spectrum (2/2008) einen Beitrag über die politischen Parteien in Kenia, Ghana und Nigeria veröffentlicht. Seine These ist, dass die interne Struktur (demokratisch oder klientelistisch) auch das externe Verhalten von Parteien maßgeblich bestimmt und damit einen wichtigen Faktor für den Fortschritt in der Demokratisierung bildet. Es wird sicher sehr spannend sein zu diskutieren, warum in Ghana gelingt, was in anderen afrikanischen Ländern bis jetzt nur eine vage Hoffnung ist.
Referent: Sebastian Elischer (GIGA German Institute of Global and Area Studies, Hamburg)
Diskutant: Daniel Alker (BMZ, Referent Ghana)
Moderation: Christian Nakonz (ehem. dt. Botschafter in Ghana)