Fragen von Frieden und Sicherheit in verschiedenen Konflikten Afrikas beschäftigen die Presse beinahe täglich. In dem Zusammenhang wird immer wieder über Friedensinterventionen der EU und UN diskutiert. In vielen Konfliktregionen Afrikas sind internationale Friedensmissionen aktiv. Deshalb wird von vielen Seiten gefordert, dass es für Kriege und Konflikte in Afrika zunehmend afrikanischer Lösungen, Strategien und Kapazitäten bedarf, um Kriege und Konflikte zu bearbeiten.
Mittlerweile ist unter dem Dach der Afrikanischen Union (AU) eine neue Friedens- und Sicherheitsarchitektur entstanden, die vom Vorsitzenden der AU-Kommission (Jean Ping) bei seinem jüngsten Besuch in Berlin als der „beste Sicherheitsmechanismus“ überhaupt bezeichnet wurde.
Wie also sieht diese viel versprechende, neue Friedens- und Sicherheitsarchitektur der AU aus und wie weit ist sie entwickelt? Wie steht es um die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des neu gegründeten Friedens- und Sicherheitsrats (Peace and Security Council – PSC), des kontinentalen Frühwarnsystems(Continental Early Warning System – CEWS), der afrikanischen schnellen Eingreiftruppe (African Standby Force – ASF) und des Friedensfonds (Peace Fund)?
Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit INISA e.V.
Referent: Prof. Dr. Ulf Engel (Institut für Afrikanistik der Universität Leipzig, Autor des GIGA Focus Afrika „Mühseliger Aufbau: Frieden und Sicherheit in der AU“)
Diskutanten: Dr. Michael Feiner (Stellv. Leiter des Referats 320, u.a. zuständig für südliches Afrika und Afrikanische Union, Auswärtiges Amt)
Christian Schnurre (GTZ, Berlin, bis vor kurzem Leiter des Projekts Förderung der Afrikanischen Union im Bereich Frieden und Sicherheit, Addis Abeba)
Moderation: Dr. Sebastian Seedorf (INISA, Berlin)